Die Geschichte der Seevilla

Von der Villa Wágner
zum Romantik Hotel Seevilla

Im Jahr 2018 feierte das Romantik Hotel Seevilla sein 40-jähriges Jubiläum. Der Geschichte des Hauses werden konstant neue Kapitel hinzugefügt, der Ursprung liegt bereits rund 140 Jahre zurück. Könnten die Wände Geschichten erzählen, würden sie natürlich viel mehr zu berichten wissen. An dieser Stelle daher nur ein paar Meilensteine der Villa Wágner, die dann zum Romantik Hotel Seevilla wurde.

Von 1880 bis heute – die Meilensteine in der Geschichte der Seevilla

1880

Laszlo Wágner, Universitätsprofessor in Wien, erbaut sich als Sommerresidenz die Villa Wágner am Ufer des Altausseer Sees. Der begeisterte Musikliebhaber spielt selbst Geige und lädt fast täglich Gäste ein. Die Schar der Zuhörer wird immer größer und so entschließt sich Wágner, einen Musikpavillon zu bauen.

1882

Zur Einweihung des angebauten Musikpavillons reist der Freund und gern gesehene Gast Johannes Brahms aus Bad Ischl an. Am 25. August werden im neuen Musikpavillon das Klaviertrio in C-Dur op. 87 und das Frühlingsquintett in F-Dur op. 88 uraufgeführt.

1890er

Krankheitsbedingt verkauft Prof. Wágner seine Villa an die Familie des bekannten Kurarztes Dr. Seegen aus Karlsbad.

1896

Ob ihrer einzigartigen Lage direkt am Ufer des Altausseer Sees rät der befreundete Arzt Dr. Theodor Billroth in einem Brief an Frau Dr. Seegen, diesem Haus den Namen „SEEVILLA“ zu geben.

1910-20

Laut dem Testament der Familie Dr. Seegen wird die Seevilla der Österreichischen Akademie der Wissenschaften vermacht. Familie Landesberger bewohnt und führt das Haus als Treffpunkt der Kunst und des intellektuellen Austausches weiter.

1920er

In diesen Jahren trifft sich mit Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann oder Hugo von Hofmannsthal die literarische Prominenz in der Seevilla.

1930-45

Nach mehrmaligem Wechsel der Eigentümer wird das Haus letztendlich enteignet und fällt dem Land „Oberdonau“ zu.

1947

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wird das Ausseerland wieder in die Steiermark eingegliedert und die Seevilla restituiert.

1950er

Bevor die Seevilla von Familie Trösch erworben wird, wechselt sie noch mehrmals die Eigentümer. Die Familie aus Wien macht aus der Seevilla erstmals ein Hotel garni mit ca. 30 Betten. Das Hotel verfügt über fließend Kalt- und Warmwasser in allen Zimmern.

1976

Mit dem Kauf der Seevilla durch durch Kommerzialrat Johann Maislinger aus Berndorf bei Salzburg beginnt eine neue Ära dieses geschichtsträchtigen Hauses.

1978

Nach 14 Monaten intensiver Bauzeit eröffnet am 20. Dezember das Hotel Seevilla. Die Seevilla verfügt nach diesem ersten Umbau über 60 Betten, Hallenbad und Sauna. Acht Mitarbeiter finden in der damals neuen Seevilla Arbeit.

1979

Die Seevilla wird als erstes Hotel in der Region als Zwei-Saisonen-Betrieb geführt und erreicht in diesem Jahr 6.900 Nächtigungen.

1980

Der einprägsame Schriftzug „Seevilla“, der bis heute Bestand hat, entsteht.

1981

Mit der Heirat von Klaus und Annelie Gulewicz steigt auch Klaus in das Unternehmen ein. Gleichzeitig eröffnet die Seevilla ein À-la-carte-Restaurant und ermöglicht damit auch externen Gästen kulinarische Stunden direkt am See.

1982

Anlässlich der 100 Jahre zurückliegenden Uraufführung des Klaviertrios in C-Dur op. 87 und des Frühlingsquintetts in F-Dur op. 88 findet ein Brahms-Fest in der Seevilla statt. Mit Kontakten zu verschiedenen Käsereien hat die Seevilla Zugang zu 75 verschiedenen Käsesorten, die großteils noch nicht im Handel erhältlich sind – ein Grund für die jährlich im Frühling stattfindende „Käsewoche“.

1984

Mit Sohn Alexander wird die vierte Generation der Familie geboren.  Es folgen Nicolai (1986) und Daniel (1990).

1989

Das Haus „Kral“ in unmittelbarer Nähe zum Hotel wird als Unterkunft für die stetig steigende Anzahl der Mitarbeiter erworben.

1991

Die Nächtigungszahlen steigen weiter an und man beginnt, Überlegungen über den Ausbau des Hotels anzustellen.

1993

Nach zweieinhalb Jahren Planung beginnt schließlich im Oktober der große Umbau. In sieben Monaten Bauzeit wird die Seevilla um 40 Betten erweitert. Mit einem größeren Hallenbad, einer neuen Sauna, Dampfbad, Solarium und Massageraum vergrößert sich auch das Wellnessangebot.

1994

Am 1. Juni öffnet die Seevilla in neuem Gesicht. Der Baustil wurde an den Villenstil der Jahrhundertwende angepasst. Als Reminiszenz an einen Gast der ersten Stunde wird das Brahms-Café eröffnet. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 3,6 Millionen Euro (50 Millionen Schilling).

1996

In der Seevilla wird getanzt. Der Hausball wird ins Leben gerufen, man öffnet sich in Richtung der heimischen Bevölkerung und lädt auch die Altausseer zum Ball mit Übernachtungsmöglichkeit ein. Weitere regelmäßige kulturelle Veranstaltungen in Form von Lesungen und Konzerten halten Einzug in die Seevilla.

2000

Bei einem neuerlichen Umbau werden die Gästezimmer im „Altbau“ neu gestaltet und eingerichtet.

2001

Als erstes Ferienhotel im Salzkammergut ist die Seevilla ab sofort ganzjährig geöffnet.

2003

Ein neues Mitarbeiterhaus mit 16 Wohneinheiten entsteht und kann nach nur neun Monaten Bauzeit bezogen werden.

2006

Der Wellnessbereich wird rundum erneuert. Panorama-Sauna, Marmor- und Soledampfbad entstehen in nur neun Wochen. Im neuen „Refugium“ werden Gesichts- und Körperanwendungen exklusiv für die Hotelgäste angeboten.

2007

Der Seevilla wird die Auszeichnung „4-Stern-Superior“ verliehen.

2008

Der 140. Lehrling beendet erfolgreich seine Lehrzeit.

2009

Im Juli übernimmt mit Alexander Gulewicz die vierte Generation die Geschäftsführung der Seevilla. Zur Unterstützung besserer Energiewerte wird die Seevilla thermisch saniert.

2010

Johann Maislinger, erste Generation und Erbauer der Seevilla 1978, feiert seinen 90. Geburtstag.  Alexander und Ines feiern ihre Hochzeit und führen mit Leidenschaft und Begeisterung die Seevilla nun gemeinsam. Mit Levin Alexander, Sohn von Alexander und Ines, erblickt im Oktober die fünfte Generation das Licht der Welt. Die Seevilla wird Mitglied der Romantik Hotels.

2011

Der langjährige Geschäftsführer der Seevilla, Klaus Gulewicz, verstirbt mit 59 Jahren am 4. April.

2012

34 von insgesamt 51 Zimmern werden im Frühjahr in nur neun Wochen Umbauzeit generalsaniert. Außerdem erhält die Seevilla bei diesem Umbau einen neuen Lift. Ines Gulewicz übernimmt die Position der Gastgeberin. Alexander kümmert sich um Finanzen und Marketing. „Alex schaut, dass die Gäste ins Haus kommen, ich kümmere mich mit meinem Team darum, dass sie wiederkommen.“ (Zitat Ines)

2013

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt – eine neue Website, responsiv gestaltet, wird gelauncht und bietet direkte Online-Buchungsmöglichkeit.

2014

Louis Samuel, zweiter Sohn von Ines und Alexander, erblickt im Jänner das Licht der Welt. Mit einer neuerlichen Renovierung entwickelt sich der Wellnessbereich zum Panorama-Spa, erweitert um eine Sole-Infrarotkabine, die „Lederhosen-Bio-Sauna“ und die „Dirndl-Teebar“ mit gemütlichen Sitzgelegenheiten.

2015

Hollywood trifft anlässlich der Dreharbeiten des 24. James-Bond-Films Altaussee. Die Filmaufnahmen dauern drei Tage, während dieser Zeit darf die Seevilla Hauptdarsteller und Crewmitglieder als ihre Gäste begrüßen.  Die Seevilla wird erstmals im Gourmetführer „Falstaff“ bewertet und erkocht sich sogleich eine Gabel.

2017

Die Seevilla darf sich nun selbst stolze Besitzerin einer Plätte, dem handgefertigten traditionellen Holzboot des Ausseerlandes, nennen.

2018

Pünktlich zum Narzissenfest öffnet die Seevilla nach einem neuerlichen Umbau ihre Pforten. Das Haus wird barrierefrei und erhält einen erweiterten Restaurantbereich sowie neue Seminarräumlichkeiten. Mit dem Umbau wurden auch 17 Zimmer generalsaniert, außerdem sind 9 neue Zimmer hinzugekommen. Davon vier großräumige Suiten mit einem 180-Grad-Blick auf den Altausseer See und den Loser – somit sind alle 59 Zimmer auf dem neuesten Stand.

2020

In diesem schwierigen und für jeden wohl unvergesslichem Jahr feiert Johann Maislinger seinen 100. Geburtstag. Ihm zu Ehren haben wir in der Lobby seine Lebensgeschichte - in aller Kürze, denn aus seinen Erzählungen ließen sich locker Bücher füllen - auf einer großen Tafel aufgehängt. So kann man den sehr interessanten Lebensweg von Johann Maislinger nachlesen.